Isnybähnle
Zeitreise auf alten Spuren…
Liebe Besucherin, lieber Besucher des Rad- und Wanderweges auf der ehemaligen Bahnstrecke Strecke zwischen Kempten und Weitnau.
Steigen Sie ein und erleben Sie die Wegstrecke aus der Sicht eines Bahnreisenden im „Isnybähnle“. Auf alten Spuren leben Erinnerungen wieder auf. An den ehemaligen Bahnhöfen und Haltestellen erwartet Sie Historisches, aber auch Wissenswertes über Moore, Geologie sowie Flora und Fauna entlang der Strecke – damals wie heute.
Genießen Sie während der Fahrt die herrlichen Ausblicke! Wie wärs mit einem Halt am Herrenwieser Weiher? In Ermengerst, Buchenberg und Weitnau bietet sich auch eine Einkehr an, aber auch eine geistliche Begleitung finden Sie beim bayerisch-schwäbischen Jakobusweg.
Eine gute Fahrt wünschen Ihnen die Marktgemeinden Wiggensbach, Buchenberg und Weitnau sowie die Stadt Kempten (Allgäu).
Neuigkeiten
Infotafeln und Wartehäuschen bereichern die Strecke
Seit November 2020 säumen interessant Infotafeln, Wartehäuschen und Sitzbänke die Trasse des ehemaligen Isny-Bähnles. Die robuste Ausstattung wurde zwischenzeitlich entlang der ehemaligen Bahntrasse aufgebaut. Damals hat Projektleiter Thomas Eigstler, Bürgermeister der Marktgemeinde Wiggensbach, beim Wartehäuschen am Haltepunkt Herrenwieser Weiher den Zeitreiseweg symbolisch an Florian Vogel, Geschäftsleiter beim Zweckverband Erholungsgebiete Kempten-Oberallgäu als Eigentümer der Grundstücke entlang der Strecke übergeben.
Presseberichte über das Isny-Bähnle finden sie hier…
Diese Fragen tauchen bei uns immer wieder auf, hier sind die Antworten:
Sind die Pfeile mit den Entfernungsangaben falsch aufgedruckt?



🚂 Bahnhof Hellengerst 🚂
Die Postkarte zeigt den Ort Hellengerst (970 m ü.M.) mit dem Panorama des Allgäuer Hauptkamms und im Vordergrund den Bahnhof und das Bahnhofsrestaurant (Pension Friedrichsruh). Es trifft gerade ein Zug nach Weitnau ein. Von hier ging es bergab bis zum Endpunkt nach Isny im Allgäu.
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🚂 Munitionszüge im 2. Weltkrieg 🚂
Frau Friedauer, deren Vater Bahnhofsvorstand in Ermengerst war, erinnert sich an die letzten Kriegsjahre:
Die Munitionszüge, die von der MUNA Urlau über Isny nach Kempten, Füssen, Sonthofen…fuhren, rollten in der Regel nachts über die Bahnstrecke. Da nachts kein Personenverkehr auf der Strecke stattfand und der Bf Ermengerst ohne Flügelsignale war, wurde der Zeug meist durchgeleitet, lediglich der Bahnhofsbereich und der Straßenübergang waren zusätzlich zu sichern.
Gegen Ende des Krieges kamen diese Züge auch tagsüber. Da gab der Lokführer ein kräftiges Pfeifsignal, wenn er mit seinem Zug oben im Wald über die Staatstraße fuhr und in in die Ermengerster Schleife einbog.
Einmal kam solch ein Munitionszug am Tag in Ermengerst zum Halten, was außerplanmäßig war. Bahnhofsvorsteher Friedauer war aber nicht anwesend. Plötzlich, aus heiterem Himmerl tauchten Tiefflieger über dem Blender auf. In Vertretung ihres Mannes und nach Rücktelefonat mit der Streckenleitung in Kempten gab Frau Friedauer das Abfahrssignal, um den vollbeladenen Zug schnellstens in die sichere Deckung des Ahegger Waldes, der ja am Herrenwieser Weiher beginnt, zu schicken.
So konnte ein großes Inferno gerade noch verhindert werden…
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🚂 Haltepunkt Klausenmühle 🚂
Zwischen den Bahnhöfen Sibratshofen (in Seltmans) und Kleinweiler-Hofen gab auf dem Isnybähnle zwischen 1951 und 1983 den Haltepunkt Klausenmühle, benannt nach der überregional bekannten Gaststätte.
Dieses Foto wurde nach der Stilllegung der Bahnstrecke aufgenommen und zeigt schon der Verfall der Haltepunkte und Infrastruktur.
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